Reitz Modellbau




Das Kühlhaus am Gleisdreieck


Das Kühlhaus am Gleisdreieck ist eines der prägenden Gebäude in der Trebbiner Strasse, welches zu einem ganzen Ensemble von Gebäuden der Gesellschaft für Markt und Kühlhallen gehörte. Die burgenartige Architektur zeigt mit ihrer Mischung aus Rundbögen, schießschartenartigen Fenstern und norddeutscher Backsteingotik Anleihen bei der Architektur der Backsteinburgen des Deutschen Ritterordens. Die Kühlhäuser am Gleisdreieck sind ein typisches Beispiel reinen Funktionsbauten im Berliner Stadtbild ein nach preussischen Maßstäben gefälliges Aussehen zu verleihen. Der von Otto Stiehl und Theodor Kampffmeyer geplante Gebäudekomplex umfasste acht Geschosse mit einer Nutzfläche von rund 6000 Quadratmetern und galt zur Zeit seiner Fertigstellung als größtes Kühlhaus Europas. Die Anlage bestand aus dem Kühlhaus I und dem Kühlhaus II; erhalten geblieben ist nur das Kühlhaus II. Betreiberin war die Gesellschaft für Markt- und Kühlhallen, die den Bau im Zusammenhang mit dem steigenden Bedarf an Frischwarenversorgung im expandierenden Berlin des frühen 20. Jahrhunderts errichten ließ. 1912 wurde ein weiteres Kühlhaus in der Scharnhorststraße 28–29 in Betrieb genommen. Das Kühlhaus wurde in moderner Stahlskelett- und Stahlbetonbauweise ausgeführt. Die innere Konstruktion orientierte sich an funktionalen Vorbildern aus den Vereinigten Staaten und England, während die Fassadengestaltung Formen der märkischen Backsteingotik aufgriff. Zum Gebäudekomplex gehörte außerdem eine Anlage zur Herstellung von Kristall- beziehungsweise Stangeneis. Die Anlieferung und der Versand der Waren erfolgten sowohl über die Straße als auch über den Güterbahnhof des Potsdamer Bahnhofs. Die Verteilung innerhalb des Gebäudes wurde durch Lastenaufzüge ermöglicht. Bereits in den Jahren 1906 bis 1907 erfolgte eine Erweiterung des Kühlhauses I.Das Kühlhaus in der Trebbiner Strasse war zu jender Zeit das größte Kühlhaus Europas. Das Kühlhaus blieb bis spätestens 1978 in Betrieb. Nach dem Verkauf an die Berliner Verkehrsbetriebe wurde das Kühlhaus I 1979 abgebrochen. Das erhaltene Kühlhaus II wurde später denkmalgerecht saniert und 1989 unter Denkmalschutz gestellt. Heute wird das Gebäude überwiegend für kulturelle und öffentliche Veranstaltungen genutzt; im Verwaltungsgebäude an der Trebbiner Straße befindet sich das Deutsche Technikmuseum.

Das Modell


Die Urmodelle der Gebäude enstanden aus Messing, welches drahterodiert und aufwändig aufgedoppelt wurden aus mehreren Lagen. Die Urmodelle wurden anschliessend abgeformt und in RESIN nachgegossen. Eine Technik die heute im Zeitalter des 3D Drucks niemand mehr in dieser Form anwendet. Fenster, Gitter, Türen und weitere Details sind ausnahmslos aus Messing gefertigt. Schornsteine und andere Details wie Simse aus Weissmetall angesetzt. Alle Gebäude sind innen eingerichtet und beleuchtet, inkl. Geländern und Handläufen in den Treppenhäusern und Jugendstilmalereien an Wänden und Decken.



















Anhalter Bahnhof

Kapitel Bahnhofsgebäude

BW Anhalter Bahnhof

Kapitel Bw

Vierwegekreuzung

Kapitel Vierwege

Hochbahnbrücke

Kapitel Hochbahn

U-Bahnhof Möckernbrücke

Kapitel Möckernbrücke

Torhaus

Kapitel Torhaus

Trebbiner Strasse

Kapitel Trebbiner Str

Strassenbahndepot

Kapitel Strassenbahndepot


© Reitz Modellbau 2026